Für den Naturliebhaber bietet dieses Revier über 2000m hohe Berge, deren Fuß im Wasser des Pazifik steht, dazwischen tief eingeschnittene Fjorde, die manchmal labyrinthartig miteinander verknüpft sind, und imposante Wasserfälle. Zahlreiche warme Süßwasserseen, umgeben von Regenwald und hohen Bergen, laden zum Baden ein. - Regenwald? Ja, diese Gegend ist sehr niederschlagsreich. Die Sommermonate sind jedoch ausgesprochen trocken und warm.



Captain Cook nannte einen Teil dieses Gebiets "Desolation Sound" (= Sund der Trostlosgkeit, Einsamkeit). Einsamkeit ist auch heute noch inklusive. Als Urlauber findet man jedoch eher "Trost" in den mit sattem Grün dicht bewaldeten Hängen als ein Weltumsegler an den Küsten einer fremden Welt.

Der Wald ist hier an vielen Stellen so dicht, daß man beim Ankern in einer stillen Bucht oft erst eine Weile nach einer für den Landgang geeigneten Stelle suchen muß. Ortskenntnis - oder eine gute Ortsbeschreibung sind hier gefragt, wenn man einen der Hiking-Trails zu einem der Seen oder ein aufgelassenes Holzfäller-Camp mit den hier beginnenden Pfaden finden will. Warme Sommertemperaturen und das Zusammentreffen von Meeresströmungen sorgen dafür, daß diese Region das mildeste Klima, die reichste Seefauna und -flora sowie das wärmste Wasser der Küste Britisch Kolumbias hat.



Die mittlere Jahrestemperatur liegt bei 9,5 Grad C, also 1 Grad höher, als zum Beispiel in Nürnberg. Dies bedeutet, daß die Temperatursäule im Sommer durchweg über 20 Grad liegt und an manchen Tagen Werte von 30 Grad überschritten werden.

Seelöwen und Seehunde sonnen sich auf den Felsen. Delphine und Killerwale sind an der Küste Vancouver Islands oft zu sehen. Selbst die großen Grauwale können zu bestimmten Zeiten des Jahres in der Straight of Georgia beobachtet werden.

Britisch Kolumbias Küstengewässer bieten mit Windgeschwindigkeiten von zumeist 15-25 Knoten hervorragende Möglichkeiten für Sportsegler.